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Hochsensibilität 

   "Nun sei doch nicht so eine Mimose!"

    "Du hörst nur mal wieder das Gras wachsen!"

      "Musst Du immer gleich so empfindlich sein?!"

    "Du hörst ja die Flöhe husten!"

        "Was Du wieder hast..."

 

Diese oder ähnliche Sätze haben wohl viele hochsensible Personen schon oft gehört.

Doch es gibt einen wissenschaftlichen Begriff für Menschen mit solch ausgesprochen feiner Wahrnemung - in den 1990er Jahren begann die amerikanische klinische Psychologin Elaine Aron die Ergebnisse ihrer Forschungen zur highly sensitive person (HSP) zu veröffentlichen. Und seitdem entwickelt sich die Forschung international stetig weiter.

Obwohl das Phänomen der Hochsensibilität an sich gar nicht neu ist: Es gibt Erkenntnisse aus über 200-jähriger Forschung zu verwandten Themenfeldern von Experten auf Gebieten der Naturwissenschaften, Medizin, Psychologie, Philosophie und der Theologie.

Einige Fakten

  • 15 - 20% der Bevölkerung sind hochsensibel

  • Oft wissen die Betroffenen selbst gar nichts von ihrer Gabe, obwohl ihr Alltag stark durch sie geprägt sein wird

  • Hochsensibilität gilt als erblich, kann aber auch Generationen überspringen

  • Hochsensibilität ist keine Krankheit sondern eine Veranlagung, die seit Urzeiten wichtig ist für den Fortbestand der Art

  • Auch bei Tieren ist ein ca. 20%iger Anteil besonders sensibler Wesen nachgewiesen

  • Hochsensitivität und Hochbegabung gehen oft Hand in Hand

 


Das Wesentliche in Kürze

  • HSP werden mit einem anders strukturierten Nervensystem geboren

  • Das ermöglicht eine intensivere Wahrnehmung innerer und äußerer Reize - z.T. auch ganz unbewusst

  • Die detaillierten Informationen
    • aus äußeren Eindrücken (optisch/akustisch, Gerüche oder Erlebnisse z.B.)
    • sowie inneren Vorgängen (Gefühle, Gedanken oder Schmerzen z.B.)

   werden sehr gründlich verarbeitet und vielfältig im Gehirn "verlinkt".

  • So können lange Assoziationsketten geknüpft werden, die größere Zusammenhänge erkennbar werden lassen.
      
  • Diese permanente & komplexe Infoverarbeitung verbraucht im Körper viel Energie

  • Das kann zu schnellerer Erschöpfung führen und erfordert deshalb z. T.  häufigere Pausen oder längere Regenerationsphasen.

 

So wie es keine zwei identischen Wolken gibt, sind auch die hochsensiblen Menschen in ihren jeweiligen Ausprägungen ausgesprochen unterschiedlich.  Doch einige Besonderheiten sind vielen gemeinsam:

  • ausgeprägte Intuition

  • Gefühle tiefer Verbundenheit

  • Gewissenhaftigkeit und Gerechtigkeitssinn
  • Neigung zur Überreizung

  • leichtes Erschrecken

  • große Probleme mit Veränderungen

  • Neigung zu Stresskrankheiten

  • Lernfähigkeit bis ins hohe Alter

  • große Tiefe in Reflexion, Nachdenken und ethischen Überlegungen

  • Denken in größeren Zusammenhängen

  • Streben nach Vollkommenheit

 

 

 


Da mehr und mehr Feinheiten zur Hochsensibilität erforscht und bekannt werden, können wir uns ein immer klareres Bild davon machen, welche verschiedenen Nuancen sie in unser Leben bringt – unsere eigene Sensitivität genau so, wie die höchst sensiblen Wahrnehmungen unserer Mitmenschen, die sich als hochsensitiv erfahren.

Das Wissen um die eigene Begabung ermöglicht dabei immer mehr hochsensitiven Menschen ein nie zuvor gekanntes Gefühl der Erleichterung, eine Form von "nach-hause-kommen" - zu bejahen, wie sie im innersten Wesen sind.

Auch mir erging es so, und seitdem ich einen neuen Umgang mit meiner Hochsensitivität gefunden habe, ist mir meine Feinfühligkeit zu einer sanften Stärke geworden, die ich nicht missen möchte! Aus ihr schöpfen zu können lässt mich zufriedener sein und innerlich still werden.

hochsensibel  -  hochsensitiv?


Nach der Übersetzung aus dem Amerikanischen hat sich bei uns zunächst die Verwendung des Begriffs "hochsensibel" durchgesetzt.

Da das Wort "sensibel" im deutschen Sprachraum jedoch oftmals negativ belegt ist, geht man inzwischendazu über, auch "sensitiv" zu verwenden, was zudem eine breitere Bedeutung hat, da es über die empfindsame und detaillierte sinnliche Wahrnehmung hinausweist. Auf dieser Website finden daher beide Begriffe Verwendung.

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